Blog-O-Quest #044 – Regelwerke

Was ist die RPG-Blog-O-Quest?Hier stellen sich Rollenspielblogger gegenseitig im Monatswechsel jeweils fünf Fragen zu ihrem Lieblingshobby.

1)Umfassend komplex, aufs Nötigste reduziert oder kreativ verpackt: Wie sollte für dich das optimale Regelwerk aussehen?

„Knowledge, logic, reason and common sense serve better than a dozen rulebooks.“ Dieses Zitat von E. Gary Gygax fasst mein Verständnis von der Bedeutung eines Regelwerks am besten zusammen. Ein umfassende Regelsammlung wie in DSA schreckt mich heutzutage eher ab, wobei TurboFate mit seinen knapp 60 Seiten (inkl. Bsp.) an manchen Stellen tiefe vermissen lässt. Funktionalität – das richtige Verhältnis von Spieltiefe und Zugänglichkeit führt meiner Erfahrung nach zum größten Spielvergnügen. Der Gesamteindruck eines Produktes wird dabei natürlich auch durch eine kreative Verpackung und ein passendes Artwork unterstützt.

2) Welche Regelwerke haben dich bisher am meisten überreascht, und weshalb? (Positiv wie negativ)

Wirklich negative Überraschungen sind mir bisher erspart geblieben, wobei es natürlich Stärken und Schwächen gibt. Besonders positiv überrascht haben mich TurboFate und Cthulhu. TurboFate ist aufgrund seines geringen Umfangs und einer (letztlich natürlich auch durch einen tollen Spielleiter) schnellen Zugägnlichkeit besonders imposant. Wir haben an einem Nachmittag eigenen, individuelle Charaktere erschaffen, die Regeln gelernt und ein spannendes Abenteuer erlebt. Das kannte ich bis dahin nicht.Das andere Beispiel ist Cthulhu, weniger wegen seiner Regeln, sondern wegen seines Gesamteindrucks. Ein solides, intuitives Regelwerk, das alles enthält (Regeln, Magie, Bestiarium, Abenteuer), großartig illustriert ist und als Hardcover für 20€ daherkommt. Natürlich wirft das die Frage nach fairer Bezahlung, Preiskampf u.ä. auf, aber eben als Gesamtwerk eindrucksvoll.

3) Verwendet ihr Hausregeln, um Regelwerke nach euren Vorstellungen umzuformen?

Rollenspiel soll vor allem Spaß machen, spannende Abenteuer, gelungene Horror-Settings,… beim richtigen Setting & Regeln kann auch Scheitern Spaß machen. Hilft das Anpassen von Regeln den Spielspaß und das -erlebniss zu vertiefen, machen sie in Grenzen Sinn. Ist das Grundregelwerk allerdings so verbesserungswürdig, dass es nicht nur einfacher Modifikationen bedarf kann man z.B. auch auf ein anderes (universal) Regelwerk verwenden. Bestes Beispiel, Justifiers das Abenteuerspiel hat bei mir nicht funktioniert, mit FateCore ist es ein super Erlebnis für mich und meine Gruppe.

4) Lest ihr lieber das fremdsprachige Original, oder kauft ihr (auch) die lokalisierte Fassung.

Bisher bin ich ganz ein Käufer deutscher Produkte und Übersetzungen. Fehlendes Fachvokabular und Bequemlichkeit tun ihr übriges. Einzig bei besonderen Werken und Wünschen (z.B. Secret World of Cats und demnächst vielleicht auch D&D Guide to Ravnica,StrawBoss) greife ich zum englischen Original.

5) Hattest du schon einmal die Idee, ein eigenes Rollenspiel-Regelwerk (und gg. damit verbunden, ein eigenes System) auf die Beine zu stellen? Wenn ja: Was ist daraus geworden?

Regeltechnisch nicht. Ich habe nur ein paar Systeme kennengelernt, aber diese haben bereits viele Aspekte abgedeckt. Das klassische Rollenspiel nutz ein Zufallsprinzip, um zu entscheiden ob Proben gelingen oder nicht. Dies kann man über verschieden Würfel, Würfelpools, Karten, Aspekte und vieles mehr Regeln, man kann noch Boni geltend machen Bennies, FatePunkte u.ä. ausgeben.. aber die eigentliche Variationsmöglichkeiten sind zu gering und es gibt sehr gelungene Systeme. Regelanpassungen für bestimmte Settings finde ich hingegen viel spannender.


Grüße,euer Rollenspielotter 

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